Lesungen

AUGUSTINAselbst

Die Entstehung von Augustina begann mit einem konzeptartigen Spiel, welches über das Ich als Entität reflektierte. Gespaltene Persönlichkeitsstrukturen sind interessanter und gängiger Stoff für Geschichten, mich aber interessierte die Umkehrung: eine Figur, die von mehr als einer Person erfunden wird, eine kollektive Augustina. So entstand Augustina. Nächtens träumt sie, schlüpft in verschiedenste Seins- und Wesenszustände und tagsüber geht eine andere – ohne Wissen vom 'unbewussten' Traumgeschehen – ihrem Tagesrhythmus nach.

Wer ist Augustina? Augustinas Selbst ist vielgesichtig.

Eine zweite Inspirationsquelle war das "Zenon-Paradoxon vom fliegenden Pfeil", welches mir wie ein formidables Exempel traditioneller Denkmuster schien und im übertragenen Sinne einen Fächer thematischer Ansatzpunkte bot.
Danach hat das Schreibprojekt viele Phasen durchlaufen; viele assoziative Gedanken und Anspielungen aus den Bereichen Philosophie, Physik, Mathematik, Psychologie, und Biologie sind spielerisch in die Erzählung eingeflossen. Mehr als fünf Jahre habe ich  geschrieben und fast zwei Jahre arbeitete ich daran, dieses Material zu einer komplexen Erzählung zu verweben.